Schon als Kind habe ich regelmäßig auf Bühnen gestanden. Auf kleinen und größeren. Aber nie ohne Musikinstrument. Zunächst war das die Blockflöte, was ja vermeintlich nichts Besonderes ist. Aber: Blockflöte richtig gut spielen? Das macht man nicht mal eben so nebenbei. An der Musikschule in Erfurt hatte ich wöchentlich Unterricht und bin dann in allen möglichen Konstellationen aufgetreten. Auch mit allen möglichen Größen von Blockflöten.

Aber bald musste es dann doch die Querflöte sein 😉 und ich habe es damit bis zum „Oberstufenabschluss“ gebracht. Da es jahrelang auf ein Musikstudium hinauslief, war parallel zum „Hauptfach“ natürlich auch das Klavierspielen gefragt. Öfter trat ich als kleiner Star mit zwei Instrumenten in einem Konzert auf: dem einmal jährlich stattfindenden Rathauskonzert in meiner Heimatstadt Erfurt.

Mit Beginn meines Kultur- und Musikwissenschafts-Studiums in Berlin, spielte ich in einer Singe-Gruppe alle möglichen Flöten. Wir fuhren mit unseren Liedern in die „ganze Welt“ und erklärten in Ansagen immer in der jeweiligen Landessprache, worum es in den Liedern ging. Da hieß es Auswendig-Lernen … und damit diese Aufgabe überhaupt zu stemmen war, wurde das Ganze auf die Gruppenmitglieder aufgeteilt. Wer niemals eine Ansage bekam, war…? Ich!

Den Anderen war es einfach zu peinlich, wenn ich mit meiner damals ziemlich piepsigen Kopfstimme und dem Erfurter „Slang“ auf der Bühne auch nur ein Wort gesprochen hätte.

Heute, da meine Stimme als Moderatorin „mein Kapital“ ist – hier oben auf dem Foto bei der Moderation einer Video-Konferenz für ver.di im Februar 2021 – und ich als Coach – neben Trainings in Sachen „wirkungsvolles Kommunizieren“ – auch Stimmbildung gebe, ermuntere ich meine Coachies gern mit dieser Geschichte zum Weitermachen 😉