… über Leben und Tod

„Schwarz hören“: Bert Beel (147)

Er war – wie er selbst sagt – für die „ganz große Karriere nie zur richtigen Zeit am richtigen Ort“. Aber: Bis heute steht der – wie seine Kollegin Dagmar Gelbke in ihrem Buch „Ostsüppchen bleibt Ostsüppchen 3.0“ schreibt – „charmante, stilvolle, aber auch bissige Entertainer der alten Schule“ auf der Bühne und lebt von dem, was er liebt: das Unterhalten.

Seit mehr als 50 Jahren macht das der mittlerweile 81jährige Schlagersänger, Moderator und Parodist für sein Publikum. Die Leute lieben es, wenn er in Kostüm und Maske Andrea Berg oder Udo Lindenberg gibt. Nicht immer kommt das bei den Parodierten gut an, wie Bert Beel in dieser „Schwarz hören“-Episode am Beispiel von „Jopi(e)“ Heesters zu berichten weiß.

Künstlerisch hatte es für den in Berlin-Neukölln aufgewachsenen Bert 1973 mit dem „Talentschuppen“ beim Sender Freies Berlin (SFB) angefangen, nachdem er als Kind Mandoline gelernt und als Jugendlicher Gesangsunterricht bei einer Opernsängerin in West-Berlin genommen hatte – was aber nichts für ihn war, „weil in der Oper immer gestorben wird 😉“.

Apropos: Anlässlich der „Rede meines Lebens“ vor dem Hintergrund der beiden Hauptthemen dieses Podcasts „Leben und Tod“ haben wir uns im Fundus von Bert Beel in Berlin-Charlottenburg getroffen und über das Leben und den Tod gesprochen.

Was Letzteren betrifft, hat Bert Beel längst alles geregelt: den Programmablauf der Trauerfeier und wie Grab und Stein aussehen werden. Auch die Einladung für den Abschied ist schon fertig. „Nur das Datum fehlt noch.“ sagt Bert Beel mit einem Augenzwinkern. Ganz ernst meint er, dass die Trauergäste bitteschön nicht in schwarz, sondern „in Gala“ kommen sollen.

Auch den selbstbestimmten Tod besprechen wir, die wir uns persönlich vom „Schlager Radio“ kennen, wo Bert Beel wöchentlich zwei Sendungen moderiert und ich – immer zu Wahlzeiten – die „Politik-Chefin“ bin.

„Ich versuche, bis zum Schluss witzig zu sein.“ bekräftigt Bert Beel und also wünsche ich viel Spaß beim Hören dieser Episode 147 von „Schwarz hören“.