… über Leben und Tod

„Schwarz hören“:Guntert Warns (168)

„Ewig jung“, das mittlerweile kultige Songdrama „voller bissigem Witz und mitreißenden Songs“, ist ein „Dauerbrenner“ am Renaissance-Theater in Berlin, wo der 1959 geborene Warns seit 2020 Intendant ist. „Das ist meine Art von Alterskarriere.“ sagt der 27 Jahre lang freiberuflich als Schauspieler agierende Guntbert Warns mit Augenzwinkern in dieser Podcast-Episode.

Neben diversen Kino- und Fernsehrollen spielte Guntbert Warns häufig an Theatern in Deutschland und Europa, unter anderem am GRIPS Teater, Schillertheater und an der Komischen Oper in Berlin und an Theatern in Hamburg, Wien, Paris und Basel, nachdem der Pastorensohn seine Ausbildung als Schauspieler an der Hochschule für Musik und Theater Hannover erhalten hatte. 1990 gründete er zusammen mit Heinz Werner Kraehkamp das Berliner Kabarett „Die Bastarde“, das bis 1994 existierte.

Als wir uns im Frühsommer 2026 im Renaissance-Theater treffen, reden wir übers Leben, das „zu kurz ist, um Kompromisse zu machen“, über Zufälle – wie er sagt – „so etwas wie Bestimmung“ und darüber, dass es „ein Leben vor dem Tod“ gibt. Auf die Frage: „Gibt es auch ein Leben nach dem Tod?“ antwortet Warns: „Ich weiß es nicht, lege mich da nicht fest. Aber: Ich finde jede Form von spiritueller oder mystischer Idee in Ordnung.“

Eine der Großmütter von Guntbert Warns hat ihr Leben selbstbestimmt beendet. „Das fand ich sehr beeindruckend.“ sagt er und erzählt dann von seinem Vater, der dement war. Das zu erleben, war für den dreifachen Familienvater schwierig und zuletzt „war es gut, mit meinem Vater als Toten noch etwas Zeit zu verbringen.“ Guntbert Warns selbst kann sich vorstellen, nach seinem Tod „… in einen Baum gehängt zu werden“, wie es indigene Völker machen.

Aber ganz realistisch ergänzt er: „Bei meiner Beerdigung soll gefeiert werden. Mir gefällt, wenn Klaus Hoffmann singt: Ich will Gesang, will Spiel und Tanz. Will, dass man sich wie toll vergnügt … wenn man mich untern Rasen pflügt.“  

In der aktuell anstehenden Premiere am Renaissance-Theater – am 9. Oktober 2026 – wird der Intendant Guntbert Warns im Stück „Von Fischen und Frauen“, für das er Regie führt, auch wieder im „eigenen“ Haus auf der Bühne stehen …

Viel Spaß mit der 168. Episode von „Schwarz hören“ mit Guntbert Warns.